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Willkommen bei der Kölner Wollbörse

 

Super, dass Sie zu uns gefunden haben!

An dieser Stelle bauen wir für Sie unser neues Internet-Angebot auf. Schauen Sie doch immer wieder einmal hinein, es tut sich jetzt regelmäßig etwas!

Und ab dem  20. August 2017 freuen wir uns, Sie hier mit spannenden Informationen überraschen zu können.

 

Ihre Ariane Kuck 

 

Wir über uns

Der LadenMeine Uroma ist alles schuld! Sie brachte mir mit fünf Jahren das Stricken bei und seitdem kann ich nicht mehr ohne! Ob in der Schule, in der Freizeit, im Urlaub, im Studium, in Bus und Bahn, das Strickzeug wurde mein ständiger Begleiter. So mancher Mann äugte eifersüchtig auf die Nadeln, doch wer mich wollte, musste mich mit samt meiner Strickwut nehmen.

1985 war ein "verhängnisvolles" Jahr für mich. Ich war eine Studentin, der Strickboom war in vollem Gange, und ich erprobte ein Wollgeschäft nach dem anderen. Da ich in Köln studierte, führte mich mein Weg in die verschiedensten Wollläden, die es damals fast an jeder Ecke gab. Bis ich auf das "Wollkörbchen" im Bazaar de Cologne stieß. Das war ein Laden! So viel und vor allem so schöne Wolle hatte ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Die Inhaberin, Frau Schiffer, liebte die Wolle genauso wie ich und ihre Pullover, die sie selbst entwarf, waren ein Traum. In dieser Zeit habe ich all mein Geld in ihrem Geschäft gelassen, und ich tat es gerne.

b2Frau Schiffer erkannte bald meine Liebe zur Wolle und sah, das ich nicht nur gut stricken konnte, sondern auch ein verkäuferisches Talent hatte. Das bewog sie, mir Ende 1986 das Angebot zu machen, bei ihr zu arbeiten. Das traf sich gut, denn mein Studium war fast beendet, bis zur mündlichen Prüfung hatte ich Zeit. Und diese Zeit verbrachte ich in ihrem Laden. Die Arbeit machte mir unglaublich viel Spaß und doch gab es dort keine Zukunft für mich. Frau Schiffer bot mir die Teilhaberschaft an, aber die wusste, dass das Geschäft uns beide nicht tragen konnte. So führten mich im Sommer 1987 meine Wege hinaus aus Köln in eine ganz andere berufliche Richtung.

 

 

b4Im Sommer 1991, ich saß gerade im Büro, klingelte das Telefon und Frau Schiffer meldete sich. Sie erzählte mir dies und jenes und kam dann auf den Punkt: Ihr Mann würde nun pensioniert und er wolle, dass sie auch aufhören sollte zu arbeiten. Deshalb würde sie mir das Geschäft zum Verkauf anbieten. In mir schrie eine Stimme: "Juhu, tu's, los doch!" Und so wurde ich im April 1992 stolze Besitzerin des "Wollkörbchens", das mit meiner Übernahme den Namen "CASA LANA" trug.

Eine ruhige Zeit erwartete mich. Der Strickboom war vorbei, nur die ganz hart Gesottenen strickten noch. Einmal sagte ich meinem Mann: "In zehn Jahren ist die Hälfte meiner Kundschaft ausgestorben". Aber ich war ehrgeizig. Da hatte ich mir meinen Traum erfüllt, der durfte doch jetzt nicht scheitern! Ich ließ mir allerhand einfallen: eine Wollknäuel-Sammelaktion für gute Zwecke, Ausstellungen von Strickkünstlern, Kurse, etc. Aber - ganz ehrlich - es plätscherte so dahin. Hätten nicht alle anderen Geschäfte in meiner Nähe längst aufgegeben, hätte ich keine Überlebenschance gehabt.

 

b1So schleppte ich mich durch die nächsten Jahre, bis 1998. Es gingen Gerüchte herum, dass der Bazaar de Cologne geschlossen werden sollte. Der Olivandenhof, der direkt neben KARSTADT, mitten im Zentrum von Köln, liegt, baute damals um und erweiterte sich. Dort bemühte ich mich um ein neues Ladenlokal - mit Erfolg. Am 4. Oktober 1998 war es soweit: CASA LANA eröffnete mit großem Tam Tam im Olivandenhof. Ich hatte viel Glück. Die neue Passage, und damit auch der Laden, wurde vom Kölner Publikum gut angenommen. Auf einmal hatte ich auch Laufkundschaft, so verkaufte ich z.B. Sockengarn wie warme Semmeln. Und dann geschah noch etwas Gutes: das Stricken wurde wieder modern! Das, worauf ich jahrelang gehofft hatte, wurde Wirklichkeit. Die Umsätze stiegen ständig, das durchschnittliche Alter meiner Kundinnen sank von 60 auf 30 und das Allerschönste war: es gab wieder traumhaft schöne Garne.

 

b5Und dann entstand der Gedanke eines Internet-Shops. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das durfte ich nicht ungenutzt lassen. Wolle zu verkaufen über das Medium der Zukunft - das Internet - sollte das nächste Standbein meines Ladens werden.

So entstand die "Kölner Wollbörse". Mit diesem Medium möchte ich interessierten Strickerinnen nicht nur schöne Wolle zum Kauf anbieten, ich möchte Sie informieren über die neuesten Garne, aktuelle Trends, schicke Modelle und ausgefallene Ideen. Für all diejenigen, die kein schönes Wollgeschäft in ihrer Nähe haben, sind diese Seiten gedacht. Stöbern Sie in Ruhe, informieren Sie sich und wenn ich Ihnen "Appetit" gemacht habe aufs Stricken, dann freue ich mich auf Ihre Mail und, wenn Sie möchten, auch auf Ihre Bestellung.

 

b3Inzwischen sind sieben Jahre ins Land gegangen und nichts ist so beständig wie die Veränderung. Nach sechseinhalb Jahren im Olivandenhof stand der nächste Umzug an, denn das Einkaufszentrum wurde geschlossen. Sie werden sich vorstellen können, dass wir nicht gerade begeistert waren, denn ein Geschäftsumzug ist nicht nur sehr teuer, er bedeutet auch einen riesigen Berg Arbeit. Es musste ein neues Geschäftslokal gesucht werden, das nicht allzu weit entfernt vom alten, groß genug und bezahlbar war. Handwerker, Elektriker, Ladenbauer, Umzugsunternehmer wurden beauftragt, 400 Kartons voll Wolle gepackt und - zum Schrecken meiner Kölner Mitarbeiterinnen - zogen wir an den Karnevalstagen im Februar 2005 um. Unser neues Geschäft liegt nun direkt an der Straße mit Tageslicht und viel frischer Luft. Es ist nicht weit vom alten Standort entfernt und zu unserer großen Freude sind uns nicht nur all unsere Stammkunden gefolgt, wir haben viele neue Kundinnen hinzugewonnen.

Wer uns einmal in Köln besuchen möchte, geht die Breite Straße in Richtung Nord-Süd-Fahrt und biegt vor den WDR-Arkaden rechts in die Schwertnergasse ein. Gleich an der Ecke ist unser neues Geschäft. Sie sind herzlich willkommen!

Fortsetzung folgt ?

Und nun, nach 25 Jahren Kölner Strickgeschichte, endet das Kapitel Casa Lana. Wer hätte gedacht, dass ich dieses Geschäft, an dem all mein Herzblut hängt, mein „erstes Kind“, jemals hergeben würde? Aber ich habe es getan. Und warum, das können Sie hier lesen:

Dazu muss ich ein klein wenig ausholen. Im Jahr 2008 wurde mir die Betreuung der deutschen Tochterfirma DESIGNER YARNS (DY) angetragen. DY vertreibt weltweit die Marken „Noro“, „Debbie Bliss“ und „Louisa Harding“. Die neu gegründete deutsche Tochter sollte die rund 500 Fachgeschäfte im deutschsprachigen Raum und BeNeLux betreuen. Dieser Aufgabe gerecht zu werden war ein großer Anreiz für mich, und ich nahm sie gerne an. Im Laden hatte ich tüchtige Mitarbeiterinnen, so konnte ich vormittags im Großhandel arbeiten und nachmittags im Geschäft präsent sein. In den kommenden Jahren freute sich unsere Branche über stetig wachsende Umsätze, 2013 kamen die Jungs mit „MyBoshi“ raus und entfachten einen regelrechten neuen kleinen „Strickboom“. Die häufigste Antwort im Laden war: „zwei!“ Denn die Frage dazu lautete: „wie viele Knäuel brauche ich für eine Mütze?“ Ich weiß noch genau, dass ich im Dezember 2013 in meinem Geschäft mehr Umsatz gemacht habe als in meinem Großhandel! Das war der Hammer, abends krochen wir auf allen Vieren aus dem Laden, um morgens wieder fit und munter auf die übliche Frage die zwei Finger in die Luft zu recken.

In dieser Zeit hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, endlich die Ernte einfahren zu dürfen für all die vielen Jahre, in denen ich immer nur investiert habe. Das war ein sehr glückvolles Gefühl und ich war unendlich dankbar dafür, dass ich diese Zeit erleben durfte. Und ich wusste tief in mir, dass diese Hochphase nicht lange halten würde. Solch gute Zeiten haben eine kurze Halbwertzeit. Jeder Ausreißer nach oben bedeutet immer auch ein Ausbalancieren nach unten, genau wie bei Börsenkursen, Hypes und Modetrends. Doch unsere Branche hatte endlich einmal Glück, denn in den Köpfen der Menschen hatte sich ein Thema dauerhaft etabliert: die Nachhaltigkeit. DIY (Do-it-yourself) entwickelte sich zu einem nachhaltigen Trend oder besser gesagt zu einer Lebenseinstellung. Mal schnell was kaufen, bedenkenlos wegwerfen – das wollen die Menschen nicht mehr. Sie möchten etwas mit eigenen Händen erschaffen, bauen, nähen, stricken und sie sind stolz auf das, was sie selbst geschaffen haben.

Wieso also, wenn alles so gut lief, kam ich dazu, mein Geschäft zu verkaufen? Frauen reden nicht gerne über ihr Alter, aber ganz ehrlich: mit 58 Jahren, neun Jahren Doppelbelastung Großhandel und Geschäft, sechs Tage pro Woche 10 bis 11 Stunden arbeiten und Sonntags die Buchhaltung, das blieb nicht mehr in den Kleidern stecken. Und auf einmal kreuzte Laura meinen Weg. Auch ich gehöre zu den Menschen, die nicht an Zufall glauben. Während die Übernahmeverhandlungen mit einer Mitarbeiterin stagnierten, fragte mich Laura, wieso ich ihr den Laden nicht angeboten hätte. Und so war sie die erste, die ich wieder ansprach, als meine Aspirantin mir absagte. Binnen drei Wochen hatten wir alles in trockenen Tüchern, der Kaufvertrag unterschrieben und der Übergabetermin, es ist der 31. Mai 2017, festgelegt.

Doch wer ist diese Laura? Viele Kölner kennen sie schon, Laura von Welck hat in der Klarastraße im Stadtteil Ehrenfeld seit drei Jahren einen bezaubernden Wollladen, den sie mit derselben Liebe und Hingabe führt wie ich meinen. Genau wie ich brennt sie für ihr Geschäft, steckt voller Ideen und legt ein Tempo vor, das mich schwindelig werden lässt. Sie ist genau die Richtige für meine Nachfolge. Eine bessere Wahl hätte ich nicht treffen können.

Sie, die Sie diese Zeilen jetzt gelesen haben, fragen sich vielleicht, ob mit dem Ende von „Casa Lana“ nun auch alles anders wird. NEIN, wird es nicht! Das sei Ihnen versichert. Das schöne Wollsortiment wird weitergeführt, fast alle Mitarbeiterinnen sind weiterhin für Sie da, auch die Strickkurse laufen wie gewohnt weiter. Natürlich bekommt das Geschäft einen neuen Look. Nach 12 Jahren ist eine Renovierung angesagt und ein etwas moderneres Erscheinungsbild kann sich nur positiv auswirken. Nach kurzem Umbau eröffnet das Geschäft unter dem Namen „Lauras Wollladen“ wieder am 10. Juni 2017. Ich werde bei der Eröffnung dabei sein und ich freue mich!

An dieser Stelle möchte ich Ihnen, liebe Kundin, lieber Kunde, Danke sagen für Ihren Teil, den Sie beigetragen haben zu meinem Leben. Das Geschäft war für mich viel mehr als ein Beruf. Es war Erfüllung, es gab keinen einzigen Tag in diesen 25 Jahren, an dem ich nicht gerne in meinen Laden gegangen bin. Die Zusammenarbeit mit den Kunden war ein Geben und Nehmen, ein Wechsel von Ideen, Kreativität, Anregungen und persönlichem Austausch. Es war schon eine einzigartige, eine besondere Tätigkeit, die mich ein viertel Jahrhundert meines Lebens begleitet hat. Und Sie waren ein Teil davon!

Ihre Ariane Kuck

 

 

Kontakt

Wir freuen uns über eine Nachricht oder Anfrage von Ihnen - entweder hier per Formular oder per E-Mail an info@wollboerse.de.

 

Alternativ können Sie uns gerne jederzeit anrufen: 02203 - 16331.


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